Arbeitsgemeinschaft Mantrailing - Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum
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Lupita Foto der Woche: 26.12.2025
Hartsteinwerk - Working Dog Foundation e.V.
Kleiner Hund ganz groß: Tipps für Halter
Hunde kleiner Rassen sind äußerst beliebt – werden aber oft nicht ganz ernst genommen, wenn sie sich bellend Gehör verschaffen wollen. Viele Menschen sorgen zudem unbewusst für Unsicherheit bei den kleinen Fellnasen, weil sie diese einfach hochheben und so in ihrer Bewegung einschränken. Halter können ihre Tiere dabei unterstützen, sich in der großen Welt zurechtzufinden und auch mit größeren Artgenossen souverän umzugehen.
Nach einer Erhebung des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH) e.V. und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) lebten 2022 über zehn Millionen Hunde in Deutschland. Knapp ein Drittel davon sind Hunde zwischen fünf und zehn Kilogramm, also zum Beispiel Jack Russell Terrier. Seit Jahren steigt aber auch die Zahl der kleinsten Rassen wie Yorkshire Terrier und Chihuahua. Letztere zählen zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland.
Nadja Kopp ist Hundeverhaltensberaterin und Hundetrainerin und arbeitet in ihrem Alltag häufig mit kleinen Hunderassen: „Das Besondere an ihnen ist, dass sie oft überdimensional selbstbewusst sind. Sie wissen nicht, dass sie klein sind.“ Umso wichtiger ist für die Expertin daher, dass die Tiere in einem sicheren Umfeld Sozialkompetenz lernen, etwa in einer Hundeschule. Im Idealfall werden sie schon im jungen Alter an den Umgang mit kleinen und großen Artgenossen gewöhnt. Aber auch die Halter müssen auf ein paar Besonderheiten achten. „Man sieht oft kleine Hunde, die vom Arm der Besitzer pöbeln oder lautstark ihr Futter verteidigen. Weil die Tiere aber so klein sind, nehmen viele das nicht ernst und sorgen dadurch natürlich für Unsicherheit“, erklärt Kopp. „Man sollte sie auch nicht ständig hochheben, denn dann kann der Hund sich nicht selbstständig zurückziehen.“ Zudem wirkt es auf manche Hunde bedrohlich, wenn man sich von oben herab zu ihnen herunterbeugt – besser ist, sich von vorn anzunähern, sodass das Heimtier einen kommen sieht.
Grundsätzlich ist die von Menschen gestaltete Umwelt selbstverständlich an die Größe von Menschen angepasst. Größere Hunde haben damit meist weniger Probleme, für sehr kleine Rassen können aber schon Treppen zur Herausforderung werden. „Für Dackel oder Chihuahuas können Stufen sehr anstrengend oder sogar schädlich sein. Dann macht es schon Sinn, sie daran zu gewöhnen, auf dem Arm oder in einer offenen Tasche getragen zu werden. Gleiches gilt beispielsweise auch für den Einstieg ins Auto“, sagt die Hundetrainerin. „Wenn der Hund zu Hause auch einen Platz auf dem Sofa bekommen soll, dann gibt es dafür außerdem spezielle Treppen und Rampen.“
Trotz ihrer Größe können kleine Hunderassen aber auch überraschen, wenn es um ihre körperlichen Fähigkeiten geht. Nachdem sie sich an die Belastung gewöhnt und entsprechende Muskeln und Kondition aufgebaut haben, sind auch längere Spaziergänge meist kein Problem und beim gemeinsamen Spielen und Toben zeigen die Vierbeiner große Ausdauer. Dabei aber trotzdem unbedingt an regelmäßige Pausen denken.
Bei Fahrradtouren kann hingegen das Tempo schnell zum Problem für die kurzen Hundebeine werden. Hier bietet es sich an, seinen tierischen Begleiter an das Mitfahren im Fahrradkorb oder Anhänger zu gewöhnen und ihn dann etwa bei einer Pause oder am Zielort etwas laufen zu lassen.
Für den Winter hat Nadja Kopp noch einen Tipp: „Viele kleine Hunderassen haben nur wenig Fell und wenig bis keine Unterwolle. Bei unter zehn Grad frieren sie schnell und brauchen gegebenenfalls einen Regen- oder Kälteschutz. Dazu sollte man auf Zittern achten; man kann aber auch an den Ohren testen, ob sie sich kühl anfühlen.“ IVH
Mensch und Tier: Ziemlich beste Freunde, nicht nur zu Weihnachten
Wenn draußen die Winterkälte herrscht, sorgt das Schnurren einer Katze oder das Kuscheln mit dem Hund für innere Wärme. Hunde und Katzen sind nicht nur treue Begleiter im Alltag, sondern schenken gerade in der grauen Jahreszeit und auch an den Feiertagen besondere Momente der Freude und des Trostes. Positive Effekte auf körperliche und mentale Gesundheit sind vielfach belegt.
Studien zeigen: Streicheln senkt Stress und Herzfrequenz. Das Spielen mit Hund oder Katze und Spaziergänge mit dem Hund bringen Bewegung und Struktur in die Feiertage. Das Zusammensein mit Tieren fördert die Ausschüttung von Oxytocin - dem Hormon der Verbundenheit, das Gefühle von Nähe auslöst und Stress und Ängste abbaut.
Gerade für ältere Menschen oder Alleinlebende sind Haustiere in der grauen Jahreszeit und auch zu Weihnachten ein wertvoller sozialer Anker. Sie schenken Routine, Gesellschaft und das Gefühl, gebraucht zu werden. Katzen und Hunde mit ihrem ruhigen Verhalten und aktiven Aufforderung nach Aufmerksamkeit tragen dazu bei, dass die Feiertage nicht von Einsamkeit, sondern von Wärme geprägt sind.
Bürohunde begleiten ihren Menschen auch im Alltag und tragen nachweislich zur Verringerung von Stress und Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Therapie- und Besuchshunde sowie Tiere in Krisenteams zeigen, dass die positiven Wirkungen weit über den privaten Kontakt hinausgehen.
Eine gute Beziehung funktioniert jedoch nur, wenn beide Seiten davon profitieren. Die Fürsorge für das Tier ist elementarer Teil dieser besonderen Beziehung. Hunde und Katzen brauchen nicht nur Futter, Auslauf und einen Rückzugsort, sondern auch
Sicherheit, Zuwendung und geistige Anregung. Auch die tierärztliche Betreuung und Vorsorge gehören dazu. Studien zeigen die hohe Verantwortung des Menschen für sein Tier. Die überwiegende Mehrheit der Halter räumt der Gesundheit ihres Haustieres einen hohen Stellenwert ein. Sie finden, dass die Gesundheit des Tieres mindestens ebenso wichtig ist wie die eigene. Mehr als 85 Prozent sagen, sie würden alle notwendigen Kosten für die tierärztliche Versorgung übernehmen - klare Zeichen dafür, dass Haustiere als vollwertige Familienmitglieder gesehen werden.
Ob beim Spaziergang durch verschneite Straßen, beim gemeinsamen Spiel oder beim ruhigen Abend vor dem Weihnachtsbaum: Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist ein Geschenk, das Gesundheit, Lebensfreude und Wohlbefinden auf beiden Seiten stärkt. Wer Zeit, Verständnis und Achtsamkeit gibt, wird mit einer tiefen Freundschaft belohnt - einer Verbindung, die nicht nur zu Weihnachten spürbar wird. (ots)
Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
Hundetraining im Alltag: Kleine Routinen mit großer Wirkung
Mit dem Welpen monatelang in der Hundeschule üben? Das muss nicht unbedingt sein. Sicherlich ist es gerade dann, wenn man erstmals Hundehalter ist, eine sinnvolle Überlegung, die Grundkenntnisse in einer Hundeschule zu erlernen. Ebenso wichtig ist aber, das Erlernte gleich in den neuen Alltag mit Vierbeiner zu integrieren. Oft sind es die kleinen, regelmäßig wiederholten Übungen, die entscheidend dazu beitragen, dass ein Hund gelassen und aufmerksam bleibt.
Ob beim Spaziergang, im Haus oder beim Autofahren – jeder Moment im Zusammenleben mit einem Hund kann Teil des Trainings sein. „Erziehung funktioniert am besten, wenn sie selbstverständlich in den Alltag integriert wird“, erklärt Verena Helfrich, langjährige Hundetrainerin und Buchautorin. „Kurze, wiederkehrende Übungen fördern die Aufmerksamkeit des Hundes und können gleichzeitig die Bindung zum Halter stärken.“
Alltagssituationen bieten Lernchancen und Sicherheit Hunde lernen am besten in ihrem gewohnten Umfeld. Wer alltägliche Situationen nutzt, schafft Klarheit und hilft dem Vierbeiner, das Gelernte mit dem Alltag zu verknüpfen. Strukturierte Abläufe bieten dabei außerdem Sicherheit und Orientierung. Das Training erfordert aber auch Konsequenz: Das Gelernte verfestigt sich nur, wenn identische Übungen mit gleichbleibenden Inhalten wiederholt werden. Der Hund weiß bald, was in welcher Situation von ihm erwartet wird und wie wiederkehrende Kommandos gemeint sind.
Schon wenige Minuten auf Spaziergängen oder unterwegs reichen aus, um wichtige Grundfähigkeiten zu trainieren:
Sitz und Bleib: Im Alltag ist es in vielen Situationen hilfreich, wenn ein Hund ruhig an einer Stelle bleibt und sich hinsetzt oder -legt. Sei es beim Warten an einer Ampel, während eines Cafébesuchs oder als Mitfahrer in Auto oder Bahn. Grundlegende Signalwörter wie „Sitz“ oder „Bleib“ bringt man ihm am besten in Ruhe zu Hause oder in der Hundeschule bei – ebenso wie ein Signal, dass er sich wieder bewegen darf. In den tatsächlichen Alltagssituationen festigt sich das Verhalten dann und man sollte loben, wenn der vierbeinige Gefährte wie gewünscht sitzenbleibt und wartet, bis das Signal zum Weitergehen kommt.
Rückruf: Ein weiteres wichtiges Element, einen Hund zu kontrollieren, ist ein Rückrufsignal, auf das er sofort reagiert und angelaufen kommt. Das kann ein Signalwort sein, aber auch ein gleichbleibendes und eindeutiges Geräusch wie ein Pfiff mit Mund oder Hundepfeife. Zu Beginn brauchen viele Tiere ruhige und reizarme Orte, um sich auf das Geräusch zu konzentrieren. Durch positive Verstärkung wie Lob oder Leckerli verknüpft sich das Verhalten mit dem Signal. Aber auch dann, wenn der Vierbeiner die Übung scheinbar perfekt beherrscht, sollte sie regelmäßig wiederholt und er entsprechend belohnt werden – damit der Rückruf gerade auch in lauten Umgebungen funktioniert oder wenn der Hund gerade abgelenkt ist.
Leinenführigkeit: Leinenführigkeit bedeutet, dass ein Hund an lockerer Leine entspannt neben seinem Menschen läuft und sich an diesem orientiert, statt selbst in eine Richtung zu ziehen. Um das zu trainieren, bieten sich regelmäßige Übungseinheiten an, bei denen der Vierbeiner stets aufmerksam bleiben muss. Folgt er wie gewünscht, sollte er gelobt werden. Gewöhnung an Berührungen: Sowohl bei der Pflege zu Hause als auch für Besuche beim Tierarzt oder Hundefriseur ist es wichtig, dass das Heimtier daran gewöhnt ist, an empfindlichen Stellen wie Ohren oder Pfoten berührt zu werden. Durch regelmäßige Wiederholungen stellt sich eine Routine ein.
Gemeinsames Spiel: Spielen klingt zunächst einmal nicht nach Training. Tatsächlich lassen sich dabei aber viele Kommandos ganz natürlich üben und in den Alltag integrieren. Bei der sogenannten Nasenarbeit, wenn der Hund ein Objekt mit einem bestimmten Geruch erschnüffeln soll, wird er mental gefordert. Dazu eignen sich beispielsweise Teebeutel. Auch Apportieren bereitet vielen Hunden Spaß und lässt sich einfach in die Gassirunde einplanen.
Der Hund lernt also umso besser, je spielerischer und unbeschwerter das Training gestaltet ist. „Wichtig ist, regelmäßig zu üben, statt lange Einheiten anzusetzen. Fünf Minuten pro Tag sind oft wirkungsvoller als eine Stunde am Wochenende“, sagt Expertin Helfrich. „Das Schöne ist: Training im Alltag erfordert selten viel zusätzliche Zeit – man muss nur die Gelegenheiten erkennen und nutzen.“ IVH